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10 Jahre  Baumpraxis in Schloss Dyck

06.08.2014

Auch in diesem Jahr bot Schloss Dyck als „Tagungsort“ mit seiner historischen Parkanlage und dem wunderschönen Ambiente des Schlosses einen vorzüglichen Rahmen für die Jubiläumsfachveranstaltung. Dem bewährten Konzept blieben die Veranstalter der Baumpraxis dabei treu: Wie gewohnt erfolgte der überwiegende Teil der Wissensvermittlung praxisnah im Park. Material und Methoden wurden in der Praxis vorgeführt und der erforderliche fachliche Hintergrund mit einer kurzen Einleitung erläutert.

Theorie und Praxis Hand in Hand

Hierfür standen auch im Jubiläumsjahr wieder überregional bekannte Top-Referenten zur Verfügung. Eine weitere große Stärke der Fachtagung war sicherlich die Ausrichtung auf aktuelle Themen der Baumpflege. Die neuesten Erkenntnisse aus Forschung und praktischer Anwendung fanden über die Referenten immer wieder Eingang und gaben Anlass zum Austausch und zur Diskussion.

 

 

Neben Prof. Rolf Kehr, der aktuelle Informationen zur Ausbreitung des Eschentriebsterbens präsentieren konnte, zeigte Dipl.-Ing. Peter Uehre (Bildungszentrum Gartenbau und Landwirtschaft in Münster-Wolbeck) neu entwickelte Techniken zum Jungbaumschnitt an Alleebäumen. Streusalz auf Straßen und Plätzen erhöht zwar die Verkehrssicherheit, leider schädigt das Salz dabei die Stadtbäume. Dipl.-Ing. Klaus Schröder beschäftigte sich mit „Salzschäden an Stadtbäumen“. Henning Buchmann gab wertvolle Tipps zum Anlegen einer „perfekten“ Pflanzgrube. Der eloquente Bauleiter aus Braunschweig gab Einblicke in seinen umfangreichen Fundus seiner jahrzehntelangen praktischen Erfahrung rund um die Baumpflanzung. Abgerundet wurde der erste Seminartag von Michael Schmitz, der das Thema Artenschutz in der Baumpflege in den Fokus rückte.

Aktuelle Themen im Fokus

Der zweite Seminartag bot erneut viele praktische Vorführungen und durchweg aktuelle und interessante Themenkomplexe. So gab es „Neuigkeiten“ aus dem Pflanzenschutz (Prof. Rolf Kehr), die Seminarteilnehmer lernten wie Fäulepilze richtig zu bestimmen sind (Dipl.-Ing. Gernot Fischer), Peter Uehre ging vor dem Hintergrund des Klimawandels auf dessen Folgen ein und Bene Schnelting zeigte bei seiner praktischen Vorführung wie eine bruchgefährdete Zeder fachgerecht geschnitten werden kann. Abschließend beeindruckte Dana Schneider mit ihrem Pathogen-Spürhund „Bayala“ das Publikum. Die „Supernase“ kann neben pilzlichen Pathogene (z.B. Riesenporling, Brandkrustenpilz, Klapperschwamm, etc.) auch tierische Schaderreger (bspw. Weidenbohrer, Blausieb, usw.) suchen und erkennen.

 

 

Allseits beliebt, natürlich auch im Jubiläumsjahr: Der „Niederrheinische Grillabend“. Beim gemütlichen Beisammensein fand der erste Seminartag seinen passenden Ausklang. Ein positives Resümee zog auch Jens Spanjer, Vorstand der Stiftung Schloss Dyck: „Die positive Mund-zu-Mund-Propaganda hat uns viele neue Gäste gebracht“. „Die gute Resonanz bestätigt uns, dass unser Konzept der Wissensvermittlung vor Ort in der besonderen Atmosphäre des Englischen Landschaftsgartens und in der engen Verknüpfung von Theorie und Praxis aufgeht.“ Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Auch in 2015 wird der bewusst bunte Themenreigen seine Fortsetzung finden.

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