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BAUMPRAXIS 2016 - Das Original

07.07.2016

Als weiteren großen Erfolg bezeichneten Sponsoren und der Ausrichter, die Stiftung Schloss Dyck, Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur, die mittlerweile 12. Baumpraxis 2016. Die Veranstaltung war, nicht überraschend, nahezu ausgebucht.

schloss

Die Praxisveranstaltung ist inzwischen zu einer festen Einrichtung im dendrologisch bedeutenden Landschaftspark von Schloss Dyck geworden. Dem bewährten Konzept blieben die Veranstalter der Baumpraxis dabei treu: Wie gewohnt erfolgte der überwiegende Teil der Wissensvermittlung praxisnah im Park. „Der Trend geht dabei eindeutig zu Komplettbuchungen beider Tage.", so Jens Spanjer, Vorstand der Stiftung Schloss Dyck. Der Schwerpunkt der Referentenbeiträge lag bei der Lösung von Problemen, denen Bäume vor allem in der Stadt ausgesetzt sind: eingeschränkte Standorte, Bewässerung, Kronensicherung, Verpflanzungsstress sowie Schädigung durch Pilze und Bakterien. Wie immer wurde dabei dem Praxisbezug entsprechend Rechnung getragen, u.a. mit spektakulären Vorführungen bei der Baumpflege mit Seilklettertechnik oder dem Maschinenpark. Material und Methoden wurden in der Praxis vorgeführt und der erforderliche fachliche Hintergrund mit einer kurzen Einleitung erläutert.    

rundgang

Große Themenvielfalt

Mit Peter Uehre, Prof. Dr. Rolf Kehr und Frank Rinn konnten gleich drei „Institutionen“ erneut als Referenten gewonnen werden. Die neuesten Erkenntnisse aus Forschung und praktischer Anwendung fanden so über die Referenten immer wieder Eingang und gaben Anlass zum Austausch und zur Diskussion. 

Am Donnerstag unterstrich Frits Gillissen bei seinem Vortrag die Bedeutsamkeit von Verbolzungen von gerissenen Anbindungen. Prof. Dr. Rolf Kehr befasste sich mit Desinfektionsmaßnahmen in der Baumpflege und Peter Uehre berichtete von Wurzeln und deren  Bedeutung, nannte Gefährdungen und zeigte Lösungsansätze auf.  Armin Braun gab wertvolle Tipps zur Verkehrssicherungspflicht bei Bäumen  und bezog sich auf die aktuelle

Rechtsprechung. Schließlich wusste Tim Lüdtke alles über die Aufnahme von Baumdaten mit Drohne und Laserscanner.

Beim traditionellen „Niederrheinische Grillabend“ fand der erste Seminartag seinen stimmungsvollen Ausklang. Beim gemütlichen Beisammensein gab es nun die Möglichkeit zum umfangeichen fachlichen Austausch unter Kollegen.

Ebenso wie schon der Donnerstag war auch der Freitag gespickt von hochkarätigen Referenten: Prof. Dr. Rolf Kehr referierte zum Thema „Böswillige Handlungen an Bäumen und ihre Aufklärung“. Klaus Körber präsentierte potenzielle Stadtbäume der Zukunft aus Sichtweise der Baumschulen und Bene Schnelting zusammen mit Reinhard Mau nahmen Stellung zur Mikroorganismen in der Baumpflege.  Bene Schnelting zog zudem bei seiner spektakulären Vorführung „Klettertechnische Baumpflege“ alle in seinen Bann. Frank Rinn zeigt bei unterschiedlichen Baumuntersuchungsgeräten, welches wo eingesetzt werden kann. Schließlich stellte die Landschaftsarchitektin und Journalistin Melanie Müller-Boscaro das innovative Hochhausprojekt „Bosco verticale“ zur Expo 2015 in Mailand vor. Ein außergewöhnlich spektakuläres Projekt, wo dem wir sicherlich noch einiges hören werden.

baumpraxis

Positives Fazit

Zur Veranstalterfreude hörten wir viele positive Stimmen: „Auch das 12. Baumpraxisseminar mit seinen abwechslungsreichen Themen war ein gelungener Impuls im Rahmen einer fachlichen Weiterbildung. Auch im nächsten Jahr kommen wir gerne wieder!”

 

Fachvorträge zum Download

Verkehrssicherungspflicht für Bäume - Armin Braun

Klimabäume - Klaus Körber

Bestimmung von Baumstandorten - Tim Lüdtke

Bosco Vericale - Melanie Müller-Boscaro

Wurzeln - Peter Uehre

Desinfektion von Schnittwerkzeug - Rolf Kehr

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